Chorproben haben wieder begonnen!


Liebe Sängerinnen und Sänger,  

lange haben wir diesen Moment herbei gesehnt: wir freuen uns, Sie zu unserer 1. Probe des Lutherchores herzlich einzuladen!  

Termin: Dienstag, den 07.09.2021 um 19:30 Uhr 

Was werden wir singen? Das wissen wir noch nicht! Erst nach unserem Zusammenfinden können wir eine Stärke des Chores und der einzelnen Stimmen abschätzen. Herr Pfund wird für die ersten Proben Noten zum leichten Mitsingen dabei haben. Ziel ist es schon, auf ein kleines Konzert hin zu proben.  

Ort: Johanniskirche 

Sie merken sofort: wir sind noch nicht zur Normalität zurückgekehrt. 

Die Winterkirche in Petrus ist derzeit keine Option auf Grund der eingeschränkten Platzsituation und fehlender Lüftungsmöglichkeiten. 

Ein wichtiger Baustein, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, ist nach wie vor, auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu achten. 

Auch wird für unsere zukünftigen Proben das Tragen einer Maske bis zum Sitzplatz und die Einhaltung der empfohlenen Covid-Hygienemaßnahmen eine Notwendigkeit sein.  

Wir freuen uns über Ihr zahlreiches Erscheinen zur Probe, aber bitte nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitsänger/-innen.

Wer Erkältungssymptome zeigt bzw. ungeimpft, nicht genesen ist, sollte sich im Vorfeld einem Selbsttest unterziehen bzw. von der Teilnahme absehen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!  

 

Lassen Sie uns zusammenkommen, unsere Stimmen aktivieren, singen und gemeinsam die aktuelle Lage des Chores betrachten. 

 

Es grüßt Sie herzlich

Maria Bergt

i.A. von Chorleiter und Chorvorstand


Ostergruß des Chorleiters

Ostern 2021 - LKMD Matthias Pfund                                                                                                                         

Liebe Sängerinnen und Sänger des Lutherchores,

vor einem Jahr habe ich Ihnen einen ersten Brief in Coronazeiten geschrieben. Mit Ausnahme weniger Wochen im Herbst haben wir seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesungen. Die Kontakte und das gemeinsame Tun fehlen uns allen. 

"Der Herr sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten." Wenn ich einen Blick auf die Losung des Ostersonntages werfe, fällt mir als erstes ein: Ruhe hatte ich im letzten Jahr manchmal mehr, als mir lieb war. Ich wünsche mir mein „normales“ Leben zurück. Wie wird das Leben dann wohl sein? Wird alles wie vorher? Und wäre das überhaupt wünschenswert? Wie auch immer, ich brauche Ruhe und Vertrauen, die Zeit bis dahin durchzustehen. 

Der Lehrtext gefällt mir im Blick auf meine Zukunft sofort sehr gut. Und es ist eine richtige Oster-botschaft. "Jesus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben." Das beantwortet nicht die Frage, wie dieses Leben sein wird. Aber es gibt mir Vertrauen. Vertrauen auf eine Zukunft, die Gott für mich bereithält. 

Es gab aus Ihren Reihen Vorschläge, wie ein Miteinander im Chor aussehen könnte. Wir haben im Chorvorstand darüber beraten.  Eine wie auch immer geartete Probenarbeit scheint uns im Hinblick auf steigende Infektionszahlen, die Größe und die Altersstruktur unseres Chores nicht verantwort-bar. Aber: im Konvent der Dessauer Kirchenmusiker haben wir darüber nachtgedacht, im Laufe des nächsten Monats die Chorandachten, die wir in der letzten Adventszeit zweimal hatten, wieder aufzunehmen. In unseren Gottesdiensten kann wieder gesungen werden. 

 

Vor zwei Wochen haben wir die Reihe „Musik und Besinnung“ in der Johanniskirche wieder aufge-nommen. Das ist eine gute Möglichkeit, Musik zu erleben und einander - mit Abstand - zu begegnen. Die nächsten Veranstaltungen sind:

 

Freitag 2. April . 15.00  Musik zur Sterbestunde 

Susanne Dudicz - Violine und Matthias Pfund - Orgel 

spielen aus Heinrich Ignaz Franz Bibers Rosenkranzsonaten 

 

Sonntag, 4. April  17.00  Orgelmusik zum Osterfest 

mit Sharon Moon, Halle

 

Sonntag, 2. Mai 17.00  Cantate Domino - Musik zum Sonntag Kantate

mit Grit Wagner - Sopran, Aliia Iskhakowa - Mezzosopran und Matthias Pfund - Orgel

 

Montag, 24. Mai. 16.00  Orgelmusik zum Pfingstfest 

mit Dr. Stefan Nusser

 

Vielleicht sehen wir uns dort. Ich wünsche Ihnen alles ein gesegnetes Osterfest. Bleiben Sie behütet.

Ihr Matthias Pfund


Dessau, 19.2. 2021

Liebe Sängerinnen und Sänger des Lutherchores,

vor wenigen Tagen hatten wir eine Vorstandssitzung des Fördervereins - per Zoom. Da haben wir noch einmal an die viele schöne Musik gedacht, die wir letztes Jahr nicht gemacht haben. Ich habe Ihnen letztes Jahr - das war zu Beginn der Pandemie - einen Text mit dem Thema Fermate geschickt. Die Fermate ist eine Haltestelle, ein Punkt um anzuhalten und zu warten. Allmählich hinkt dieser Vergleich aber ganz fürchterlich. Wer wartet ein Jahr lang auf einen Einsatz des Chorleiters oder auf den Bus? Dabei verhungert man ja. Und das spüren viele von uns: den Hunger nach Musik, nach Singen, nach Konzerten und Theater. Und wir sehnen uns nach Kontakten zu Freunden und Familie. Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Seelen nicht verhungern. Ab März beginnen wir in St. Johannis wieder mit Musik und Besinnung. Vielleicht sehen wir uns da ab und zu. 

Am letzten Sonntag habe ich mich in einer dem Neuen Testament nicht ganz fremden Disziplin geübt:  dem Laufen über das Wasser. Ich habe das in Wörlitz getan und war überwältigt von den vielen anderen Perspektiven, die man auf diese Weise gewinnt. Dennoch würde ich Ihnen zurzeit davon abraten, das in den nächsten Tagen zu probieren.

Bleiben Sie trocken, gesund und fröhlich.

Ihr Matthias Pfund

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Fermate

Liebe Sängerinnen und Sänger, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

 

Die Fermate (italienisch fermare ‚anhalten') ist in der Musik ein Ruhezeichen in Form einer nach unten offenen Parabel mit Punkt in der Mitte über einer Note oder Pause, das auch als Aushaltezeichen verwendet wird, Innehalten in der Bewegung anzeigt….

Die Fermate, die wir zur Zeit erleben, ist mit Abstand die längste, die ich in meinem inzwischen fast 30jährigen Berufsleben erlebt habe. Musikalisch sinnvoll ist solch eine lange Fermate nicht. Und uns alle belastet sie. In diesen Tagen hätten Passionsandachen, Konzerte und Gottedienste stattgefunden, auf die wir uns lange vorbereitet haben. Projekte, die für den Sommer oder den Herbst geplant sind, fangen an zu wackeln, weil nicht klar ist, ob die Probenzeit dafür ausreicht. Und diese Sorgen sind klein im Vergleich zu denen, die die berufliche Zukunft oder die Gesundheit betreffen.

Stell Dir vor, es ist Ostern und keiner geht hin. Das werden wir in diesem Jahr erleben. Aus Gesprächen und Telefonaten weiß ich, dass viele, die manchmal ob der großen Anzahl ihrer haupt - oder ehrenamtlichen Dienste etwas ächzen, inzwischen gemerkt haben, wie sehr ihnen das alles plötzlich fehlt. Gottesdienste und Andachten im Rundfunk, Fernsehen oder Internet sind ein Trost und ein Zeichen aber natürlich eine Notlösung. Wie lange die Not noch andauert, vermag im Augenblick wohl niemand zu sagen. Bis zum 19.4. sind alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. 

Die Losung des Ostersonntages beschreibt unsere Situation sehr anschaulich, stellt aber ein Ende dieser Situation in Aussicht: Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Einige von Ihnen denken sicher sofort an Händels Messias, in der dieser Text vertont ist. 

Ich wünsche Ihnen allen von ganzem Herzen ein gesegnetes Osterfest, Gesundheit und Geduld, die derzeitige Fermate auszuhalten und ihre Chancen und Möglichkeiten zu nutzen. Und ich freue mich mit Ihnen allen auf unsere nächste Begegnung. Bleiben Sie behütet.  

Ihr Matthias Pfund    

Dessau, 6.4. 2020